Jack Pierson macht Kunst mit Buchstaben. Die Kunst besteht darin, aus ausgedienten Reklamebuchstaben „word sculptures“ zu komponieren. Museen wie das Whitney Museum, das Baltimore Museum of Art oder das Museum of Contemporary Art in Los Angeles sammeln seine Werke. Dies und die Kontroverse mit Simon Doonan, dem New Yorker Modeexperten und Kreativchef von Barneys, hinterlassen bei uns Unverständnis und entlocken uns ein erstauntes „Aha.“
Doonan dekoriert, erst in Los Angeles und später in New York, seit den späten Siebziger Jahren Schaufenster mit Buchstaben und Schriftzügen. Er war wahrscheinlich nicht der erste und wird sicherlich nicht der letzte sein. Vor ein paar Jahren wurde er von Pierson und seiner Galerie beschuldigt, ihn zu kopieren. Sehr lesenswert ist seine Stellungnahme „How Did I Become The Typhoid Mary Of the Art World?“ im New York Observer. Dort fasst Doonan die Auseinandersetzung mit dem Medienkünstler ganz passend zusammen: „If you are wealthy, support the arts and buy one of Jack’s hip assemblages. If you are not, then make your own!“

Jack Pierson: „Her ancient solitary reign“ (wall installation with metal, wood and plastic, 2009)

Jack Pierson: „Listen, Darling“ (wall installation with metal, plastic, neon, glass and found objects, 2007)

















